Die praktischen Übungen sind breit gefächert und unter- scheiden sich hinsichtlich Thematik und Schwierigkeitsgrad. Sie sind speziell auf den Erfahrungshorizont und die weitere personelle Einsatzplanung der Reederei NSB abgestimmt. In einem Schulungskurs mit sechs Teilnehmern werden die Brücken mit je drei Personen besetzt. Innerhalb der Gruppen durchläuft jeder Teilnehmer die unterschiedlichen Funktionen der Schiffsführung und der Navigation in einem, von den Teilnehmern selbst zu bestimmenden Rotationssystem.
Nach einem Briefing, in dem alle Teilnehmer über die allgemeinen Bedingungen der Simulation, die Aufgabenstellung und die Parameter des Schiffes informiert werden, wird das Verhalten und Agieren der Teilnehmer während des gesamten Übungsverlaufes aufgezeichnet und mitprotokolliert. Diese Aufzeichnungen bilden bei der abschließenden Besprechung die Grundlage für die Analyse der Lernsituation.
Die navigatorischen Inhalte für alle NSB Kurse sind zum Beispiel die Schwerpunktthemen „Fahren in engen Gewässern“, „An- und Ablegemanöver“, „Ausweichen“, „Kollisionsvermeidung“, „Störfälle“, sowie „Suche und Rettung“. Je nach Schwierigkeitsgrad beinhaltet die Simulation auch weitere Themen, sodass die Komplexität der Übungen mit der Teilnehmergruppe und der Dauer des Kurses gesteigert wird.
Die Grundlage der gewählten Schwerpunktthemen bildet das Zusammenspiel des Brückenteams. Unter den Aspekten Bridge Team-, Bridge Resource- und Crisis Management werden die Kursteilnehmer bewusst mit den Kriterien moderner Führungsaufgaben konfrontiert. Nur im Team kann ein professioneller Betriebsablauf erfolgreich gestaltet werden. Die Kurse erfüllen die Anforderungen der IMO und des NSB Qualitätsmanagementsystems.


